Sonntag, 6. September 2015

Tchibo-Nähset und wie daraus eine Tasche mit Stoffmanipulationen entstanden ist

Liebe Nähbegeisterte!
Vor kurzem fragte mich Tchibo ideas, ob ich nicht Lust hätte, die neuen, ab 8. September 2015, erhältlichen Nähprodukte vorab auszuprobieren. "Na, klar!", antwortete ich. Es hat große Freude gemacht, die Utensilien anzuwenden! 
Genäht habe ich daraus eine romantische Tasche mit Stoffmanipulationen und Patchwork: also genau das Richtige für einen spätsommerlichen Spaziergang. 

Am Ende des Blogposts gibt es übrigens spannende Infos für Euch für einen Nähcontest und über tolle Gewinne von Tchibo!


Die schönen Stoffe –außergewöhnlich manipuliert – im Detail

Dieses bunte Päckchen erhielt ich – prall gefüllt mit hübschen Stoffen, Bändern, praktischen Nähhelfern und Anleitungen. Dazu aber gleich mehr. Es war eine wahre Freude, darin zu stöbern!
Ich habe mir dann gleich eine Packung Stoff geschnappt und allein daraus und ein paar Bändchen ist meine wunderbare neue Tasche entstanden. Wer ebenfalls aus dem Tchibo-Stoffpäckchen eine Tasche nähen möchte, dem empfehle ich, zusätzlich aufbügelbare Einlage zu verwenden.
Fünf aufeinander abgestimmte Stoffe der Größe 55x55 cm: Das war alles, was ich für meine Tasche verwendet habe!
Und los ging es. Zu allererst musste ich natürlich die Stoffe zuschneiden, um sie wieder in bestimmter Anordnung neu zusammen zu nähen. Dazu habe ich die praktischen Scheren und den sehr nützlichen Rollschneider verwendet. Eine Schneidematte hatte ich glücklicherweise zu Hause. Wer die nicht hat, dem empfehle ich eine alte Isomatte zu verwenden.




Waren die gesamten Streifen wieder zusammengenäht, sah es dann so aus: Stehfalten, oben aus blauem Stoff mit weißen Punkten, darunter grauer Stoff mit rosa Herzen.
Stoffmanipulationen: genähte Falten
So entstehen die Stehfalten: Es wird einfach mit der Nähmaschine in entgegengesetzter Richtung genäht
Die fertigen Falten habe ich dann mit dem Rosenstoff zusammengenäht und mit Bommelborte und einem "Made with love Schild" aus Metall verziert.

Fünf verschiedene Plaketten stehen zur Auswahl 

Und hier seht Ihr die Rückseite der Tasche mit einer aufgesetzter Tasche.

Das ist die Bommelborte und drei weitere schöne Zierbänder.

Die Rückseite der Tasche und die Träger habe ich aus dem Rosenstoff und den Stoffen der Vorderseite gearbeitet.


Hier sind die Träger von der Vorderseite gut zu erkennen. Geschmückt sind sie mit Zierband und Knöpfen ebenfalls aus dem DIY-Kit von Tchibo ideas.
Die Rückseite der Träger ist aus dem grün-weiß gestreiften Stoff genäht.

 Das sind die Textilbänder, die ich verwendet habe.
Auch die Rückseite der Tasche kann sich sehen lassen!

Und nun zum Inneren der Tasche: Dazu habe ich eine Patchworktechnik angewandt, die ich auch schon mal für eine Decke verwendet habe. Es werden immer soviele Streifen zusammengenäht, dass sich ein Quadrat ergibt. Zwei dieser Quadrate werden versetzt aufeinander genäht und dann in vier Dreiecke geschnitten. Siehe übernächstes Bild.
Zurecht geschnittene Stoffstreifen

Patchwork als Taschenfutter

Große Innentasche mit Patchwork

Kleine Innentasche mit Patchwork

Hier sieht man auch den Druckkopf, der die Tasche verschließt
Auch im Tchibo-Sortiment erhältlich:  Druckknöpfe mit Zange

Sollte beim Nähen mal etwas schief gehen, bekommt Ihr bei Tchibo einen Nahttrenner.
Nahttrenner von Tchibo mit niedlichen Pünktchen
Wer zu später Stunde näht, dem passiert auch mal ein Fehler
So, gegen Ende werden dann die Träger angenäht. Praktisch fixiert mit Clips.


Und auf diesem Bild seht Ihr die fertigen Taschenteile. In dem Glas befindet sich, was von den fünf Stoffrollen übrig geblieben ist – nur ein paar Schnipselchen!

Und nun zum Abschluss noch ein paar Taschenimpressionen. 
Aber Halt! Lest ganz unten weiter, es geht um einen …


… tollen Nähwettwerb, an dem Ihr teilnehmen könnt. Unter diesem Link findet Ihr ab Dienstag neben einem Video des Tchibo-Workshops, der im Juli dieses Jahres mit der fabelhaften pattydoo stattgefunden hat, tolle Näh-Tipps von Ina vom Blog pattydoo, Anleitungen für kleine Näh-Projekte und natürlich die einmalige Chance für Euch bei einem Näh-Contest mitzumachen. 
Und so funktioniert der Nähcontest von Tchibo: 
 1. Hier Anleitung aussuchen und nachnähen. 2. Foto machen, hochladen und mit Freunden teilen. 3. Stimmen sammeln und ein Treffen mit Ina von pattydoo in Berlin gewinnen. Und auch wenn du nicht mitnähst, kannst Du gerne teilnehmen: Stimme einfach für Deinen Favoriten ab. Unter allen Teilnehmern verlost Tchibo insgesamt 3 Einkaufsgutscheine im Wert von je 100 €.

Sonntag, 16. August 2015

Pfaff Creative 1.5. im Test: Besticken von Korkleder und Vernähen zu einer Tasche

𝙳𝚒𝚎𝚜𝚎𝚛 𝙱𝚎𝚒𝚝𝚛𝚊𝚐 𝚎𝚗𝚝𝚑ä𝚕𝚝 𝚆𝚎𝚛𝚋𝚞𝚗𝚐.
Liebe Leserinnen und Leser!
Heute möchte ich Euch erst mal für Eure Besuche auf meinem Nähblog danken. Schon über 150.000 Seitenaufrufe in nur eineinviertel Jahren! Wow, das ist wirklich viel :-)

Und dann würde ich Euch gern meine neue gestickte und genähte Tasche aus Korkleder vorstellen und von Euch wissen, wie sie Euch gefällt! Ich hatte das Glück, dass ich die neue Kombimaschine von Pfaff, die Creative 1.5. testen durfte. Für den Test brauchte ich nur kurz zu überlegen, dann war die Entscheidung getroffen: Ich wollte ein Stickbild ausprobieren, dass auf dem mitgelieferten Speicherstick vorhanden war sowie ein eigenes. Damit Ihr seht, dass es meins ist, habe ich mich für ein Porträtbild von mir entschieden. Das Stickbild im Maschinenspeicher ist ein Libellenbild, welches ich zusammen mit einem wunderschönen dunkelblauen Kunstleder zu einer Handtasche verarbeitet habe. Die zeige ich Euch in meinem nächsten Beitrag.

Heute geht es um die Umhängetasche, die ich aus Korkleder gearbeitet habe. Mit der Maschine lies es sich ganz leicht besticken, ich habe es einfach, so wie es ist, in den Rahmen eingespannt. Das Motiv hatte ich vorab mit meiner Pfaff TruEmbroidery Software erstellt.

Hier könnt Ihr schon mal einen kurzen Blick darauf werfen, bevor ich Euch die ganze Geschichte zur Entstehung der Tasche schildere.


Umhängetasche aus rosa und türkisfarbenen Korkleder, bestickt mit einem Porträtbild von mir – sozusagen ein Art van Mil Bags Original
Und nun zur Näh- und Stickmaschine. Vorab ein kleiner Nachteil, denn auch ein kritischer Blick gehört zu einem Test: Das Stickbild selbst, lässt sich auf dem Display nicht erkennen, aber es wird mittig im Stickrahmen positioniert und auch die Größe lässt sich anpassen. Auch die generelle Handhabung mit der Maschine ist sehr einfach, logisch aufgebaut und schnell gemacht: Aufspulen, Einlegen der Spule, Einfädeln, Stickmodul anschließen. Alles ruckzuck. Zum Sticken muss man den normalen Nähfuß mit dem mitgelieferten Schraubzieher abschrauben und den Freihandfuß draufsetzen, aber auch das ist in unter 1 Minute erledigt. Alles in allem genau nach meinem Geschmack, da ich keine Zeit für aufwändige Umbauten usw. habe. 
Nach dem Auspacken ging es gleich ans Werk. Ich habe meinen Kork zugeschnitten und gleich eingespannt. Das Stickmotiv habe ich auf einem USB-Stick in die Maschine eingespeist und los ging es.
Die Creative 1.5. wird in zwei Kartons geliefert, ein Mal die Nähmaschine und ein Mal das Stickmodul


Der Stickprozess lief zügig und ohne Komplikationen ab.
Ein wahres Vergnügen: Sticken mit der Pfaff Creative 1.5.
So sah dann das fertige Stickbild aus – wunderbar, nicht wahr? Auf dem Bild kann man übrigens auch die herrliche Struktur des Korks erkennen.
Stickbild Vorderseite
Dieses ist die Rückseite des Stickbildes. Fast Schade, dass man es bei der späteren Tasche nicht sehen kann. Auf der linken Seite des Korkleders ist eine Baumwollbeschichtung angebracht.
Stickbild Rückseite
Für die Anbringung der kupferfarbenen Gurtkette habe ich Schlaufen genäht, die ich an den Seiten eingenäht habe. Damit keine offenen Kanten sichtbar sind, habe ich sie mit Stich Nummer 4 versäubert.
Auch das Versäubern von doppelt gelegtem Korkstoff war kein Problem
Und nun zum fertigen Produkt. Die Aufnahmen haben mein Fotograf und ich in Hamburg an der Elbe gemacht. Ein schöner erster Ausflug war das für meine neueste Tasche!


Eine ebenso elegante wie praktische Tasche ist es geworden!

Gut geschultert und bereit für neue Abenteuer: meine neue bestickte Korkledertasche
Wie das Innere einer Tasche aufgebaut ist, ist natürlich für eine Frau immer sehr wichtig. Dieses Mal habe ich mich für zwei große Innenfächer entschieden, die zwei farblich unterschiedliche Paspeln besitzen, damit ich sie schnell unterscheiden kann. Darein passen bequem eine Zeitschrift, eine Windeltasche für meinen Jüngsten, Portemonnaie, Schlüssel, Smartphone etc.
Die erste Innentasche besitzt einen rosa Korklederrand und ist aus veganem grauen Wildleder gearbeitet

Die zweite Innentasche trägt mein Sauber-eingefädelt-Label und hat eine türkis Paspel

Blick auf den Taschenboden: Hier geht viel rein, was ich unterwegs brauche und das ist Allerhand, wenn man mit zwei kleinen Kindern unterwegs ist!
Als schickes Highlight habe ich eine kupferfarbene Kette gewählt, die auch quer über die Schulter getragen werden kann.

Tasche quer geschultert

Die Tasche hat eine Tiefe von acht Zentimetern, was ihr eine schlanke Silhouette verleiht.
Die Kombination aus rosa und türkis Pastell wirkt sehr harmonisch 

Hier sind die Befestigungen für die Kette gut sichtbar, ebenso wie der auskragende Reißverschluss mit sauberem Korklederabschluss am Ende, sowie die Verlängerung des Reißverschlussschiebers.
Detailverliebt: viele feine Accessoires verleihen der Tasche eine besondere Eleganz
Gut zu erkennen sind hier die schönen Zickzack-Versäuberungen und die Abschlüsse mit Korktextil des Reißverschlusses und der Zipperverlängerung. Das Geflochtene ist eine kupferfarbene, vegane Lederkordel.
Hier noch mal alle Details im Überblick 
Vielleicht seht Ihr es hier, meine Haare sind jetzt zwar länger als auf dem Stickbild, aber das Profil dürfte das Gleiche sein :-)


Und zum Schluss gibt es noch ein kleines Schmankerl – nämlich eine Preview auf meine andere, mit der Creative 1.5., genähte Tasche mit Libellenstickerei.
Kleine Preview: Im Hintergrund seht Ihr die Libellentasche